Aufbau der Schlafsack-Füllkammern

Ein weiterer Faktor, der über die Qualität und die Wärmeleistung eines Schlafsacks entscheidet, unabhängig davon ob es ein mit Daunen oder mit Kunstfasern gefüllter Schlafsack ist, ist der Aufbau der Kammern, in denen die Füllung enthalten ist. Die einfachste Form ist dabei eine simple Steppung. Dabei werden die einzelnen Isolationsschichten gesteppt vernäht. Da an den Nähten der obere und untere Stoff direkt aufeinander liegen, kann hier eine Kältebrücke entstehen, die einfache Steppung eignet sich daher nur für Sommerschlafsäcke.

Schräg-Kammer

Die Schräg-Kammer funktioniert ähnlich wie die Schindeln auf einem Dach und ist aus überlappenden Kammern aufgebaut, wodurch Kältebrücken vermieden werden. Da aufgrund der Überlappung mehr Stoff benötigt wird, ist der Schlafsack am Ende etwas schwerer.

H-Kammer

Bei der H-Kammer, die bei hochwertigen Daunenschlafsäcken immer eingesetzt wird, sind die äußere und die innere Wand des Schlafsacks durch Stege getrennt, die das Entstehen einer Kältebrücke an der Naht verhindern. Die Kunst dabei ist, mit so wenig Kammern wie möglich auszukommen, da die Stege nicht so gut isolieren wie die Kammern. H-Kammern benötigen weniger Stoff als die Schräg-Kammern und ermöglichen dadurch die Fertigung von sehr leichten Schlafsäcken bei guter Wärmeleistung.

V-Kammer

Darüber hinaus gibt es noch V-Kammern, die die Füllung sehr gut fixieren, aber dafür wiederum recht schwer sind, und die Trapezkammer, welche die Füllung gleichfalls sehr gut fixiert, aber viel leichter ist.